Winterpause: 5 Fragen - 5 Antworten mit Orhan Tuncay  (Trainer 2. Mannschaft)

1) Orhan, als Aufsteiger in habt ihr in der Herbstrunde 14 Punkte aus 9 Spielen geholt und überwintert auf dem 4. Tabellenrang. Wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?

Ich bin mit der Hinrunde sehr zufrieden. Die junge Mannschaft hat sich gut weiterentwickelt. Wir möchten uns nach vorne orientieren und möchten mit      dem Abstieg nichts zu tun haben.

Das Ziel ist ganz klar, wir möchten keine ‚Lift-Mannschaft‘ sein und uns langfristig in der 4. Liga etablieren.

 2) Welche gewonnenen Punkte haben dich am meisten gefreut und welche verlorenen Punkte am meisten geärgert?

Am meisten habe ich mich über die Punkte gegen die direkten Mitkonkurrenten gefreut, auch der Derbysieg gegen die 1. Mannschaft des FC Schaan war sehr erfreulich. Über verlorene Punkte mache ich mir keine Gedanken mehr.

3) Gibt es personelle Änderungen über die Winterpause und sind im Frühjahr alle Spieler einsatzbereit?

Es gibt im Grossen und Ganzen nicht sehr viele Veränderungen. Maiko Käthner wird in der Rückrunde dem Eins-Kader angehören und zu den Zugängen zählt Vladi Good. Mit zwei weiteren Spieler sind wir noch im Gespräch und hoffen, dass diese zu uns stossen werden.

4) Wie schaut das Vorbereitungsprogramm in den kommenden Wochen aus?

Wir werden anfangs Februar mit den Trainings beginnen. Wir haben bis jetzt vier Freundschaftsspiele vereinbart und werden uns konzentriert auf die Meisterschaft vorbereiten. Wir wollen möglichst schnell die nötigen Punkte zu holen.

5) Der türkische Fussball steckt in der Krise. Auch in der Nations League reichte es gegen Schweden und Russland nur zum letzten Tabellenplatz und somit zum Abstieg in die europäische Drittklassigkeit. Was ist los und was muss geändert werden?

Keine WM-Teilnahme seit 2002  und ein frühes Aus bei der EM 2016 und jetzt auch noch das nächste sportliche Desaster. Die fußballverrückte Türkei ist nach dem Abstieg in die C-Liga der Nations League in ihrer Ehre gekränkt. Der türkische Fussball muss in den nächsten Jahren vermehrt auf die eigene Jugend setzen. Die Früchte werden sie dann in den nächsten Jahren ernten. Aber leider haben wir Türken keine Geduld, das ist unsere grosse Schwäche….