Bild: Kader/Staff anlässlich des Cup Finals am 01.05.2019

Der Favorit setzt sich durch

Der FC Vaduz konnte das 74. Liechtensteiner Cupfinale mit 3:2 für sich entscheiden. Der FCV wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich den 47. Titel der Vereinsgeschichte sichern. Der FC Ruggell verteidigte über weite Strecken gut und sorgte mit zwei Toren nach Standards für einen spannenden Cupfinal.

FUSSBALL. 

In der ersten Halbzeit war der FC Vaduz die Mannschaft, die mehr am Ball war. Das war auch nicht anders zu erwarten. Aber viel mehr kam vom FCV nicht. Die Residenzler bewegten sich in der Offensive viel zu wenig, sodass die Hinterleute den Ball oftmals nur hin und her schieben konnten. Es dauerte mehr als 20 Minuten, bis der FCV die solide Ruggeller Defensive zu überlisten wusste, und erstmals gefährlich wurde. Mohamed Coulibaly nahm einen Flankenball von Gianni Antoniazzi direkt Volley und traf die Unterkante der Latte. Nur kurze Zeit später traf Coulibaly mit einem Freistoss erneut die Latte. 

Ansonsten kam vom FCV wenig. Erst nach 36 Minuten ging der Favorit in Führung. Die Ruggeller schafften es nach einem Eckball nicht, den Ball genügend zu klären. Der Ball landete bei Sandro Wieser, der per abefälschtem Schuss zum 1:0 traf. Mit dem Ablauf der regulären Spielzeit in der ersten Halbzeit schaffte der FC Ruggell aber den Ausgleich. Nicola Kollmann traf per direktem Freistoss aus etwa 40 Metern. Ein Ruggeller sprang nur knapp unter dem Ball durch und sorgte damit dafür, dass FCV-Schlussmann Hirzel auf den Kopfball spekulieren musste. Der perfekt getretene Ball fiel so letztlich unberührt ins lange Eck.

FCV steigert sich nach der Pause

In der ersten Halbzeit lief beim FC Vaduz nicht viel zusammen. Nur etwa zwei Minuten nachdem die Vaduzer in der Kabine verschwunden waren, kam Trainer Mario Frick bereits wieder aufs Feld. Seine Ansprache hat immerhin ein bisschen Wirkung gezeigt, denn der FCV war bemühter als vor der Pause. Es dauerte dementsprechend nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff, bis der FCV in Führung ging. Ruggell-Goalie Pirmin Marxer lenkte einen Flankenball von Maurice Brunner mit der Hand genau auf Mohamed Coulibaly ab, der per Kopf nur noch einnicken musste.

Danach tat Vaduz wieder weniger und kam nicht wirklich zu zwingenden Chancen. In der 74. Minute hatte der Eingewechselte Manuel Sutter dann aber die Vorentscheidung auf dem Fuss. Sutter wurde perfekt lanciert und lief alleine auf das Ruggeller Tor. Der stark spielende Pirmin Marxer verhinderte das Tor allerdings. Nur wenig später fiel das 3:1 aber trotzdem. Berkay Sülüngöz stieg nach einem Freistoss von Milan Gajic am höchsten und köpfte zum 3:1 ein. Die Vorentscheidung. Das dachte man zumindest.

Als Reaktion auf das 3:1 wechselte Vito Troisio mit Leoran Amzi einen zweiten Stürmer ein. Amzi bewirkte sogleich einiges. Er war direkt am Anschluss der Ruggeller beteiligt, denn er bediente Sqkelqim Mamuti, der alleine auf das Tor laufen konnte, perfekt. Im letzten Moment wurde Mamuti von Gianni Antoniazzi (irregulär) gestört: Penalty. Agim Zeciri lief in der 86. Minute an und traf zum 3:2-Anschluss.

In den Schlussminuten liess der FC Vaduz nichts mehr anbrennen und sicherte sich den Sieg in einem Cupfinale, dass spannender war, als man erwarten konnte. Schlussendlich ging der Sieg des FC Vaduz natürlich in Ordnung, denn das Team von Mario Frick hatte mehr Chancen und deutlich mehr Ballbesitz. Doch auch die Leistung des FC Ruggell war beachtlich. Dementsprechend feierte sich die Mannschaft zusammen mit den knapp 500 Ruggeller Fans nach dem Spiel auch.

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